| Marketing: So alt wie die Menschheit? | |
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Schon die antiken Römer kannten Marketing – wenn auch der Begriff eine Schöpfung des 20. Jahrhunderts ist. Doch einzelne Instrumente des Marketing-Mix waren im antiken Rom bestens bekannt. Noch heute sind Inschriften auf Mauern als Artefakte erhalten, die etwa Politiker und ihre Leistungen anpreisen. Während heute die im Marketing bestens geschulten Wahlkampfstrategen allerdings höchst vorsichtig zu Werke gehen und es in der Regel mit Allgemeinplätzen bewenden lassen, waren die Vorzüge damals doch handfester: Wie schön diese Spiele im Zirkus waren, die jener Aulus Clodius Flacchus ausrichtete! - so meldet eine Maueraufschrift, die in Pompeji ausgegraben wurde, und: 10.000 Sesterzen gab er aus! Doch ob Flacchus oder Merkel – der Zweck ist der gleiche: Die Kommunikation mit dem (Wähler-) Kunden. Und eben die Kommunikationspolitik ist ein wichtiger Teil des Marketing. „Tu Gutes und Rede darüber“ ist eine scheinbar moderne Erkenntnis, die den Kern der Öffentlichkeitsarbeit umschreibt. Doch auch dies war schon im Beispiel aus dem alten Pompeji realisiert. Denn wer den Weg in den Zirkus fand, dem wurde dort natürlich deutlich vor Augen (und Ohren) geführt, wem er das Vergnügen verdankte. Ausrufer, die letztlich den gleichen Job hatten wie die Stadionsprecher in den heutigen Fußballarenen, kündigten nicht nur den nächsten Wettkampf an, sondern auch, wer der edle Mäzen des Schauspiels sei. Denn auch das ist keineswegs eine neue Tendenz im Marketing: Die „Eventisierung“ der Kommunikation mit der Zielgrupe. Denn das wussten schon die alten Römer: Eine positiv erlebte Veranstaltung ist die beste Werbung für den, der sich dort präsentiert. | |
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